Tops und Flops in der Ausbildungsvergütung

Regionale Unterschiede im Verdienst

Flops - *Quelle: BIBB/Die Liste ist frei zusammengestellt und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit

Flops - *Quelle: BIBB/Die Liste ist frei zusammengestellt und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit

Tops - *Quelle: BIBB/Die Liste ist frei zusammengestellt und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit

Tops - *Quelle: BIBB/Die Liste ist frei zusammengestellt und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit

Mehr als 360 Ausbildungsberufe gibt es hierzulande. Für das gesamte Bundesgebiet lag der
tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2010 bei 678 Euro brutto pro Monat. Die Höhe der Ausbildungsvergütung variiert jedoch von Beruf zu Beruf zum Teil stark. Hinzukommen beträchtliche regionale Unterschiede. Die Höhe der Vergütung muss im Ausbildungsvertrag geregelt sein und mit den Ausbildungsjahren steigen. Häufig ist sie in einem Tarifvertrag festgelegt. Die Entlohnung muss mindestens 80 Prozent der in der jeweiligen Branche üblichen tariflichen Vergütung betragen, wenn in einem Ausbildungsbetrieb kein Tarifvertrag gilt.


Bessere Verdienstchancen im Süd-Westen der Republik

Was die regionalen Unterschiede betrifft, so lag beispielsweise der tarifliche Vergütungsdurchschnitt
2010 im Westen bei 678 Euro brutto pro Monat, Azubis im Osten gingen mit 66 Euro weniger, nämlich im Schnitt mit 612 Euro, nach Hause. In manchen Tarifbereichen wird grundsätzlich zwischen Ost und West differenziert – so etwa im Bauhauptgewerbe. Die gewerblichen Auszubildenden im dritten Lehrjahr erhalten in dieser Branche im Westen 1.227 Euro, im Osten nur 950 Euro. Besonders groß sind auch die Unterschiede in der Textilindustrie. Dort reichen die Vergütungsspannen von 648 Euro im Osten bis zu 878 Euro im westdeutschen Bundesland Hessen.

 

Neben diesem Ost-West- ist auch ein Nord-Süd-Gefälle festzustellen, das heißt, nicht nur Auszubildende in den neuen Bundesländern verdienen weniger als ihre Kollegen im Rest des Landes, auch im Norden der Republik haben Azubis tendenziell weniger in der Tasche als in Bayern oder Baden Württemberg. So zum Beispiel im Hotel- und Gaststättengewerbe: In dieser Branche gibt es für Azubis etwa auf den ostfriesischen  Nordseeinseln (Niedersachsen) 507 Euro, ihre Kollegen in Bayern können jedoch 770 Euro am Monatsende erwarten.


Wer sichergehen will, dass er von Anfang an auch in puncto Geldbeutel auf die richtige Ausbildung
setzt, sollte deshalb auf die folgenden Tabellen einen Blick werfen. Sie zeigen, wie viel
Euro Azubis in den jeweiligen Berufen pro Ausbildungsjahr in den alten und neuen Bundesländern
im Durchschnitt verdienen.

 

Es gibt aber auch bundesweit einheitliche Ausbildungsvergütungen und zwar unter anderem
bei Banken (905 Euro im dritten Lehrjahr) und Versicherungen (927 Euro), in der Druckindustrie
(937 Euro), in der Papierverarbeitung (876 Euro) sowie bei der Deutschen Bahn (810 Euro),
der Deutschen Post (817 Euro), der Deutschen Telekom (800/840 Euro je nach Ausbildungsberuf)
und im öffentlichen Dienst (Bund, Gemeinden: 795 Euro, Länder: 813 Euro).


Hier kann man selbst vergleichen

Wer weiter recherchieren will oder die Vergütung eines bestimmten Ausbildungsberufes sucht,
wird hier fündig:

 

Das WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung bietet einen entsprechenden Online-Service
an: Unter www.boeckler.de/show_ausbildung.html können Internetnutzer die tariflichen Ausbildungsvergütungen – gegliedert nach Branchen und Ausbildungsjahren – abrufen. Dabei werden auch die Unterschiede nach Bundesländern und Regionen aufgezeigt. Daneben hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine ähnliche Datenbank. Sie umfasst mehr als 180 tarifliche Ausbildungsberufe in den alten und über 150 in den neuen Ländern. Die neuesten Angaben für das Jahr 2010 sind unter www.bibb.de/dav als PDF- und Excel-Datei abrufbar. Außerdem enthält das „Montag!“-Magazin der DGB-Jugend eine ausführliche Auflistung. Darin wird zwar nicht nach West und Ost unterschieden, dafür erfahren Leser, wie die Verdienstchancen nach der Ausbildung aussehen oder welchen Schulabschluss die meisten Azubis in den jeweiligen Branchen haben:

www.dgb-bestellservice.de


Quellen: DGB, WSI und BIBB