Veröffentlicht am 29.04.2026 15:43

Neuer Kreislaufschrank eröffnet

Freude herrschte bei der Einweihungsfeier des St. Josef Tauschkastls bei den Vertretern von der Münchenstift, den Lebenshilfe Werkstätten und Kreislaufschränke München e.V.. (Foto: Kreislaufschränke München e.V.)
Freude herrschte bei der Einweihungsfeier des St. Josef Tauschkastls bei den Vertretern von der Münchenstift, den Lebenshilfe Werkstätten und Kreislaufschränke München e.V.. (Foto: Kreislaufschränke München e.V.)
Freude herrschte bei der Einweihungsfeier des St. Josef Tauschkastls bei den Vertretern von der Münchenstift, den Lebenshilfe Werkstätten und Kreislaufschränke München e.V.. (Foto: Kreislaufschränke München e.V.)
Freude herrschte bei der Einweihungsfeier des St. Josef Tauschkastls bei den Vertretern von der Münchenstift, den Lebenshilfe Werkstätten und Kreislaufschränke München e.V.. (Foto: Kreislaufschränke München e.V.)
Freude herrschte bei der Einweihungsfeier des St. Josef Tauschkastls bei den Vertretern von der Münchenstift, den Lebenshilfe Werkstätten und Kreislaufschränke München e.V.. (Foto: Kreislaufschränke München e.V.)

Der Kreislaufschränke München e.V. hat einen neuen Standort eröffnet: Im Garten des Münchenstifts Haus St. Josef am Luise-Kiesselbach-Platz 2 steht ab sofort „St. Josef's Tauschkastl“, ein öffentlicher Kreislaufschrank, an dem Nachbarinnen und Nachbarn gut erhaltene Alltagsgegenstände kostenlos abgeben und mitnehmen können.

In der Lebenshilfe gebaut

Was diesen Standort besonders macht, ist die Geschichte dahinter: Gebaut und montiert wurde der Schrank in den Lebenshilfe Werkstätten München von Menschen, die handwerkliche Qualität mit sozialem Sinn verbinden. Aufgestellt ist er im Garten des Münchenstift Haus St. Josef, einer Einrichtung, die täglich für ältere und pflegebedürftige Menschen da ist. Und genutzt werden soll er von allen: Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden und Menschen aus dem Viertel.

Win-Win im Sinne der Nachhaltigkeit

„Eine Win-Win-Situation und ganz im Sinne der Nachhaltigkeit“, sagt Myrna Kratzer, die die Idee hatte. Sie und ihre Kollegen haben mit Unterstützung des Vereins Kreislaufschränke e.V. viel Arbeit in das Projekt gesteckt.
Einen Schrank wie diesen gibt es nämlich nicht im Möbelhaus zu kaufen. Stabil muss er sein und wetterfest. Also hat sich die Münchenstift mit der benachbarten Lebenshilfe zusammengetan, die den Schrank für sie gebaut und montiert hat.

Für die Nachbarn zugänglich

Den Schrank dann auf öffentlichen Grund zu stellen, wäre nur mit Überwinden zahlreicher Hürden möglich gewesen. Also musste ein Ort gefunden werden, an dem der Schrank stehen kann und nicht nur für Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende, sondern auch für die Nachbarn zugänglich bleibt. Gut, dass es den Garten am Haus gibt. Der steht nicht nur Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden offen, sondern auch den Nachbarn: Um einen Kaffee zu trinken oder jetzt vielleicht auch, um sich eine hübsche Kaffeetasse aus dem Kreislaufschrank mit nach Hause zu nehmen.

„Kreislaufschränke sind Brückenbauer”, sagt Chris Ross, Mitglied im Vorstand des Kreislaufschränke München e.V.. „Dieser Standort zeigt das besonders deutlich: Ein Schrank, der in einer Inklusionswerkstatt entsteht, im Garten eines Pflegeheims steht und für die ganze Nachbarschaft offen ist – das ist Quartiersarbeit im besten Sinne. Wir stehen in der Mitte der Gesellschaft. Und genau da wollen wir sein.”

Ressourcen schonen, Konsum hinterfragen

Dinge kostenlos abgeben und mitnehmen – das klingt nach einer kleinen Geste. Doch dahinter steckt eine Haltung: Ressourcen schonen, Konsum hinterfragen und Vertrauen in die Gemeinschaft stärken. Der Verein Kreislaufschränke München e.V. möchte mit diesem Standort zeigen, dass Nachhaltigkeit im Alltag keine Frage des Geldbeutels ist und dass sie am stärksten wirkt, wenn sie Menschen verbindet.

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