Wie riecht eigentlich Vergangenheit? Dieser Frage widmet sich die Sonderausstellung „Kraut, Torf und Odel. Die verschwundenen Gerüche Ismanings” im Schlossmuseum Ismaning, die Geschichte nicht nur sichtbar, sondern vor allem riechbar macht. Im Mittelpunkt stehen Düfte aus unterschiedlichen Lebensbereichen – von Landwirtschaft und Handwerk bis hin zu Körperpflege und Natur.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine sinnliche Reise durch die Zeit: Der markante Geruch von Kraut und Torf, die würzigen Noten von Werkstätten oder die süßlichen Düfte von Lebensmitteln lassen vergangene Lebenswelten lebendig werden. Doch auch weniger angenehme Gerüche sind Teil der Sonderausstellung - diese zeigen, wie sehr sich Alltag und Umwelt im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.
Zu sehen sind zahlreiche historische Fotografien und Objekte aus dem Museumsbestand sowie private Leihgaben – darunter Gegenstände aus Backstuben und Werkstätten, Parfümflakons, Rauchverzehrer, Zigarrenkisten oder Gerätschaften aus Landwirtschaft und Industrie. Ergänzt werden die Exponate durch Duftstationen, an denen Besucherinnen und Besucher selbst auf Geruchsspuren gehen können.
Neben historischen Einblicken vermittelt die Ausstellung auch, wie der menschliche Geruchssinn funktioniert. Dabei wird deutlich: Gerüche sind ein oft unterschätzter Schlüssel zur Geschichte. Da sich viele historische Düfte nicht original erhalten haben, wurden sie rekonstruiert oder durch geeignete Geruchsträger angenähert. So entsteht ein Zusammenspiel aus Wissen, Erinnerung und sinnlicher Erfahrung.
Die Ausstellung richtet sich an alle Altersgruppen und lädt dazu ein, Geschichte einmal anders zu entdecken. Die Eröffnung ist am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr. Zu sehen ist die Sonderausstellung bis zum 18. Oktober im Schlossmuseum Ismaning (Schloßstraße 3 a) zu den üblichen Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 14.30 bis 17 Uhr, Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Informationen zum Begleitprogramm finden sich unter schlossmuseum-ismaning.de.