Der Bezirksvorsitzende der CSU München, der bayerischer Staatsminister der Justiz, MdL Georg Eisenreich, hat angekündigt, seine politische Karriere zu beenden. Er wird im September sein Amt als Justizminister niederlegen. Bei der turnusgemäßen Wahl des Bezirksvorstandes der CSU München im Sommer 2027 wird er nicht wieder als Bezirksvorsitzender kandidieren. Sein Landtagsmandat übt er mit vollem Einsatz bis zur nächsten Landtagswahl 2028 aus, wird dann aber nicht erneut kandidieren.
„Georg Eisenreich hat eine bewusst private Entscheidung getroffen, die ich sehr bedauere. Nach 13 Jahren am Bayerischen Kabinettstisch zieht er sich aus der vordersten Reihe der Politik zurück. Es ist ein selbstbestimmter und persönlicher Entschluss für einen neuen Lebensweg, der Respekt verdient”, äußerte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder zu Eisenreich. „Mit seinem erfolgreichen Wirken für den Freistaat hat sich Georg Eisenreich große Verdienste erworben: erst als Staatssekretär für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, dann als Staatsminister für Europa, Digitales und Medien sowie seit 2018 als Staatsminister der Justiz. In all seinen Ämtern hat er durch seine Kompetenz und Konsequenz dazu beigetragen, das Leben der Menschen in Bayern zu verbessern oder sicherer zu machen. Seinem schnörkellosen Stil ist er dabei immer treu geblieben. Für seine hervorragende Arbeit möchte ich ihm ebenso danken wie für unsere persönliche Freundschaft. Wir werden auch jenseits der Politik eng verbunden bleiben. Über die rasche Nachfolge wird bei der Klausurtagung in Kloster Banz entschieden.“
„Georg Eisenreich hat sich um die CSU München höchst verdient gemacht. Er hat in den bisherigen fünf Jahren seiner Amtszeit den Bezirksverband mit großer Einigkeit und Geschlossenheit geführt. Unter seiner Führung konnte die CSU München bei der letzten Landtagswahl 2023 fünf Stimmkreise gewinnen und gegen den Landestrend 3,7 % der Wählerstimmen mehr erreichen”, würdigte MdL Josef Schmid, stellvertretender Bezirksvorsitzender. Eisenreichs Arbeit. „Bei der Bundestagswahl 2025 wurde der Münchner Süden wieder für die CSU zurückgeholt. Damit eroberte die CSU München in allen vier Bundeswahlkreisen die Stimmenmehrheit. Mit der Einrichtung von Fachforen legte Georg Eisenreich den programmatischen Unterbau für das Kommunalwahlprogramm 2026. Er ist einer meiner engsten politischen Wegbegleiter und Vertrauten. Auch insofern bedauere ich sehr, dass Georg Eisenreich angekündigt hat, seine politische Karriere zu beenden.”
Manuel Pretzl, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion und stellvertretender Bezirksvorsitzender, ergänzte: „Ich bedauere den Abschied von Georg Eisenreich aus der Politik sehr. Seit wir gemeinsam 2002 in den Münchner Stadtrat eingezogen sind, haben wir immer gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Georg Eisenreich war als Bezirksvorsitzender der Garant für eine enge Abstimmung zwischen Partei und Stadtratsfraktion. Dies hat maßgeblich zur Geschlossenheit des gesamten Bezirksverbands München beigetragen. Ein besonderer Dank gilt ihm auch für sein großes Engagement im vergangenen Kommunalwahlkampf.”
Der 1970 in München geborene Jurist Georg Eisenreich ist seit 2003 direkt gewähltes Mitglied des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis München-Hadern und war davor zwischen Mai 2002 und Oktober 2003 ehrenamtlicher Stadtrat der Landeshauptstadt München. Seit 1990 ist er Mitglied der CSU München und war von 1999 bis 2021 Kreisvorsitzender der CSU München-Süd, von 2011 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender der CSU München, seit 2021 Vorsitzender. Dem CSU-Parteivorstand gehört er seit 2018 an.
Im Oktober 2013 wurde er im Kabinett Seehofer II Staatssekretär für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Von März bis November 2018 war er bayerischer Staatsminister für Digitales, Medien und Europa im Kabinett Söder I und ist seit November 2018 bayerischer Staatsminister der Justiz in den Kabinetten Söder II und III.