Veröffentlicht am 24.09.2026 09:00

Chorsymphonisches Konzert mit Mendelssohn und Brahms

Stefan Kagl leitet die Aufführung in St. Margaret. (Foto: pr)
Stefan Kagl leitet die Aufführung in St. Margaret. (Foto: pr)
Stefan Kagl leitet die Aufführung in St. Margaret. (Foto: pr)
Stefan Kagl leitet die Aufführung in St. Margaret. (Foto: pr)
Stefan Kagl leitet die Aufführung in St. Margaret. (Foto: pr)

Am Sonntag, 11. Oktober, findet um 18 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Margaret ein chorsymphonisches Konzert mit über 150 Mitwirkenden unter der Leitung von Stefan Kagl statt. Bekannte Solisten (Annemarie Pfahler und Camilla Saba Davies, Sopran; Theodore Browne, Tenor), der große Chor an St. Margaret und Korbinian, der TonArt-Chor Sauerlach, begleitet vom Symphonieorchester bringen Brahms Schicksalslied und Mendelssohns 2. Symphonie „Lobgesang“. Karten gibt es in den Pfarrämtern von St. Korbinian und St. Margaret und bei München Ticket (30,38 bzw. 18,30 Euro).

Schroffer Dualismus

1868 stößt Brahms auf den Text des Schicksalsliedes aus Hölderlins Hyperion und ist sofort tief berührt vom idealisierenden Bild der griechischen Antike, in dem die Götter in der Unsterblichkeit wandeln und die Sterblichen einem hoffnungslosen Schicksal ausgeliefert sind. Brahms lässt aber die Menschheit nicht versinken, sondern wiederholt die elysische Musik der Götter, ein Gedanke, der uns direkt zu Mendelssohns 2. Symphonie führt, die wie Beethovens 9. Symphonie, als Symphonie-Kantate konzipiert ist. Anlässlich des 400. Jubiläums der Erfindung des Buchdrucks wurde das Werk vom Rat der Buchstadt Leipzig in Auftrag gegeben. Der schroffe Dualismus von Finsternis und Licht zieht sich neben hymnischen Gotteslobs als Leitidee hindurch. Der Mensch ist durch Gutenbergs Erfindung befreit zum Licht des Glaubens und des kritischen Verstandes um das Loblied des Schöpfers „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ anzustimmen.

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