Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Profifußball-Tochter des TSV 1860 München, hat durch ihren Geschäftsführer Manfred Paula beim zuständigen Amtsgericht München Insolvenzanträge über das Vermögen der KGaA und deren Komplementärin angemeldet. Zuvor war am Dienstagabend eine von der Geschäftsführung gesetzte Frist an die Gesellschafter verstrichen, die erforderliche Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen.
Mit der Anmeldung der Zahlungsunfähigkeit steht die 2002 aus dem Verein ausgegliederte Profifußball-Gesellschaft der Löwen vor einer ungewissen Zukunft. Sollte eine Fortführung in der bisherigen Struktur nicht möglich sein, könnte dies das Ende der bestehenden KGaA bedeuten. In der vergangenen Woche war Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik kurzfristig nach München gereist, um sich nach eigenen Angaben mit „Anwälten, Journalisten, Politikern und allen Menschen, denen die Zukunft des TSV 1860 München am Herzen liegt“, auszutauschen.
Fast schon wie ein Abschiedsgruß klangen seinen finalen Worte, ehe er die Rückreise nach Dubai antrat: „Ich wünsche dem Verein, seinen Mitarbeitern, seinen Mitgliedern und seinen Fans alles Gute.“ Der Mutterverein hat unterdessen auf seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag die Weichen für mögliche neue Strukturen gestellt. Die Mitglieder stimmten mit überwältigender Mehrheit der Gründung oder Übernahme einer bereits bestehenden GmbH zum Betrieb des Profifußballs beim TSV 1860 München zu. Damit will der Verein handlungsfähig bleiben, falls der Profifußball künftig nicht mehr über die bisherige KGaA organisiert werden kann. (as)